Heute: Politisches
1) CHINA
Ich frage mich, ob deutsche (und andere) Politiker es nicht langsam leid sind, China auf die Menschenrechte anzusprechen. Da verschärft sich ja offensichtlich gerade der Ton sogar etwas - Merkel und le Bundestag sprachen nicht nur allgemein über Menschenrechte, sondern sogar über Billigwarenpiraterie und Umerziehungslager (weiß nicht genau ob in dieser Reihenfolge). China is not amused. Aber grundsätzlich stelle ich mir das etwas eintönig vor. Das läuft bestimmt immer nach dem gleichen Muster ab. Zum Beispiel... Köhler zu Merkel: "Du, ich wollt mal Tschüß sagen, ich fahr dann morgen zum Staatsbesuch nach China." Merkel: "Dann vergiss aber nicht, die Menschenrechte anzusprechen." Köhler: "Jaja, schon klar."
Dann in China, beim Treffen. Köhler: "Und dann wollte ich noch sagen, das mit den Menschenrechten ist bei euch ja auch ziemlich im Argen." Der Chinese guckt daraufhin kurz sauer. Es gibt eine peinliche Gesprächspause. Dann spricht man über etwas anderes.
2) STARBUCKS
Als Antwort auf die "präventiven Schläge" gegen potentielle G8-Gipfel-Störer gabs jetzt ein paar richtig schön altmodische Anschläge auf prominente Ziele: Farbbeutel auf deutsche Botschaften, Steine in Scheiben, und dann und wann sogar ein kleiner Brandanschlag. Zum Beispiel auf eine Starbucks-Filiale - macht ja auch Sinn, könnte die sich virusartig ausbreitende Kaffee-Buden-Kette ja gut und gerne das Cover von "Globalisierung für Dummies" zieren. Ich selbst habe immer schwere Gewissensbisse, wenn ich mich zu einem Kaffeeheißgetränk hinreissen lasse - schon allein wegen des ausbeuterischen Preises. Wenn man den mal vergleicht mit den Preisen, die ein afrikanischer Kaffeebauer... aber lassen wir das politisch korrekte Lamentieren. Ein Gutes hat Starbucks nämlich ohne Frage: Bei der Suche nach Flirtopfern für die Ablenkung vom morgendlichen S-Bahn-Einerlei freue ich mich jedesmal über nette junge Männer, die einen Starbucks-Becher in der Hand halten: Da steht nämlich schon gleich ihr Name drauf. Ein tolles System!
3) SCHRÖDER
Gerhard Schröder ist vom Kreml durch ein wissenschaftliches Forschungsprojekt (Solidarbot 1.0) aus den Zeiten des Kalten Krieges ausgetauscht worden. Aber das ist nur so eine Theorie. Vielleicht ist er auch einfach gekauft.
Ich frage mich, ob deutsche (und andere) Politiker es nicht langsam leid sind, China auf die Menschenrechte anzusprechen. Da verschärft sich ja offensichtlich gerade der Ton sogar etwas - Merkel und le Bundestag sprachen nicht nur allgemein über Menschenrechte, sondern sogar über Billigwarenpiraterie und Umerziehungslager (weiß nicht genau ob in dieser Reihenfolge). China is not amused. Aber grundsätzlich stelle ich mir das etwas eintönig vor. Das läuft bestimmt immer nach dem gleichen Muster ab. Zum Beispiel... Köhler zu Merkel: "Du, ich wollt mal Tschüß sagen, ich fahr dann morgen zum Staatsbesuch nach China." Merkel: "Dann vergiss aber nicht, die Menschenrechte anzusprechen." Köhler: "Jaja, schon klar."
Dann in China, beim Treffen. Köhler: "Und dann wollte ich noch sagen, das mit den Menschenrechten ist bei euch ja auch ziemlich im Argen." Der Chinese guckt daraufhin kurz sauer. Es gibt eine peinliche Gesprächspause. Dann spricht man über etwas anderes.
2) STARBUCKS
Als Antwort auf die "präventiven Schläge" gegen potentielle G8-Gipfel-Störer gabs jetzt ein paar richtig schön altmodische Anschläge auf prominente Ziele: Farbbeutel auf deutsche Botschaften, Steine in Scheiben, und dann und wann sogar ein kleiner Brandanschlag. Zum Beispiel auf eine Starbucks-Filiale - macht ja auch Sinn, könnte die sich virusartig ausbreitende Kaffee-Buden-Kette ja gut und gerne das Cover von "Globalisierung für Dummies" zieren. Ich selbst habe immer schwere Gewissensbisse, wenn ich mich zu einem Kaffeeheißgetränk hinreissen lasse - schon allein wegen des ausbeuterischen Preises. Wenn man den mal vergleicht mit den Preisen, die ein afrikanischer Kaffeebauer... aber lassen wir das politisch korrekte Lamentieren. Ein Gutes hat Starbucks nämlich ohne Frage: Bei der Suche nach Flirtopfern für die Ablenkung vom morgendlichen S-Bahn-Einerlei freue ich mich jedesmal über nette junge Männer, die einen Starbucks-Becher in der Hand halten: Da steht nämlich schon gleich ihr Name drauf. Ein tolles System!
3) SCHRÖDER
Gerhard Schröder ist vom Kreml durch ein wissenschaftliches Forschungsprojekt (Solidarbot 1.0) aus den Zeiten des Kalten Krieges ausgetauscht worden. Aber das ist nur so eine Theorie. Vielleicht ist er auch einfach gekauft.
Jukie - 23. Mai, 08:58








Zu 1)
Dein fiktiver Merkel-Köhler-Chinesen-Dialog erinnert die Käthe (Geschichte-Leistung - yeeha) an den alten Römer Cato Censorius, der angeblich in jeder Sentassitzung die Zerstörung Karthagos beantragte, indem er seine Reden - vollkommen unabhängig vom eigentlichen Diskussionsgegenstand - mit dem immerselben Ausspruch abschloss: "Ceterum censeo Carthaginem esse delendam." ("Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Karthago zerstört werden muss.")
Hartnäckigkeit zahlt sich aus, wie uns die Geschichte lehrt: 150 v.Chr. hatte der Senat dem guten Cato zugestimmt und Kathargo wurde zerstört. So.
Demzufolge hoffe ich, dass europäische Politiker nicht müde werden, China wegen der Menschenrechtsverletzungen auf die Füße zu treten.
Da...