Kinokalender adé
Da ich den Kinokalender aus Zeitgründen leider aufgeben musste (dafür gibt es jetzt aber wieder einen Counter), werfe ich jetzt so mal einen Blick in die Programme der Programmkinos.
Und was sehe ich da als Erstes, auf dem Programm des Filmmuseums? Na klar, es fußballt allenthalben. Nicht nur im Kino, auch in der Kunst: Vom 2. Juni bis zum 17. September zeigt die Galerieausstellung Bilder eines Kölner Medienkünstlers und vermutlich Fußballfreunds, der Standbilder aus berühmten Fußballmomenten vergrößert oder in Acryl nachgemalt (oder beides?) hat. So z.B. die Zuschauer beim Endspiel 1954 (ich nenne es jetzt mal nicht "Das Ihr-wißt-schon-was von Ihr-wißt-schon-wo"), vom Wembley-Tor oder von Günter Netzters legendärer Selbsteinwechselung 1973, von der ich gerade zum ersten Mal höre.
Ansonsten darf man sich im Filmmuseum auf eine ausgiebige Coen-Retrospektive freuen, worauf mich aber erst Mainzer Filmstudenten aufmerksam machen mussten - kein Problem, ich arbeite ja nur im selben Gebäude...
Von den Coens gibt es jedenfalls im Juni schon richtig viel zu sehen, dass wird Film- und Fußballfans auf eine harte Probe stellen. Wobei, eigentlich nicht, weil die WM dann doch eine etwas singuläre Veranstaltung ist... Trotzdem, hier ein kleiner Timetable:
Fr, 09.06., 22:30: Blood Simple (1984), OmU
Do, 15.06., 18:00: Blood Simple
Fr, 16.06., 22:30: Raising Arizona (1987), OmU
Sa, 17.06., 22:45: Miller's Crossing (1990), OmU
Do, 22.06., 20:30: Raising Arizona
Fr, 23.06., 22:30: Barton Fink (1991), OmU
Sa, 24.06., 18:00: The Hudsucker Proxy (1994), OF, 22:30: Fargo (1996), OF
Di, 27.06., 18:00: Barton Fink
Mi, 28.06., 20:30: The Hudsucker Proxy
Fr, 30.06., 20:30: Fargo
Keine schlechte Liste... Auch im Filmmuseum, in der Reihe "Was tut sich - im deutschen Film?", der Film HITLERKANTATE, in Anwesenheit der Regisseurin Jutta Brückner (von der man übrigens eine vorzügliche Kurzbiographie auf www.filmportal.de finden kann, hach, das muss schon eine begabte junge Praktikantin gewesen sein.)
Ansonsten gibts im MAL SEHN Kino eine weitere Gelegenheit, den supererfolgreichen und vieldiskutierten (oder doch nur vielgelobten?) Dokumentarfilm WE FEED THE WORLD zu sehen, vom 15. bis 18. Juni um 18 Uhr.
Auch im MAL SEHN: der einige Suspense versprechende österreichisch-deutsche Thriller/Horrorfilm HOTEL (bitte nicht verwechseln mit "HoStel"...), vom 22. bis zum 28. Juni um 20 Uhr.
Leider muss ich an dieser Stelle den Artikel beenden, um Tatort zu schauen.
Und was sehe ich da als Erstes, auf dem Programm des Filmmuseums? Na klar, es fußballt allenthalben. Nicht nur im Kino, auch in der Kunst: Vom 2. Juni bis zum 17. September zeigt die Galerieausstellung Bilder eines Kölner Medienkünstlers und vermutlich Fußballfreunds, der Standbilder aus berühmten Fußballmomenten vergrößert oder in Acryl nachgemalt (oder beides?) hat. So z.B. die Zuschauer beim Endspiel 1954 (ich nenne es jetzt mal nicht "Das Ihr-wißt-schon-was von Ihr-wißt-schon-wo"), vom Wembley-Tor oder von Günter Netzters legendärer Selbsteinwechselung 1973, von der ich gerade zum ersten Mal höre.
Ansonsten darf man sich im Filmmuseum auf eine ausgiebige Coen-Retrospektive freuen, worauf mich aber erst Mainzer Filmstudenten aufmerksam machen mussten - kein Problem, ich arbeite ja nur im selben Gebäude...
Von den Coens gibt es jedenfalls im Juni schon richtig viel zu sehen, dass wird Film- und Fußballfans auf eine harte Probe stellen. Wobei, eigentlich nicht, weil die WM dann doch eine etwas singuläre Veranstaltung ist... Trotzdem, hier ein kleiner Timetable:
Fr, 09.06., 22:30: Blood Simple (1984), OmU
Do, 15.06., 18:00: Blood Simple
Fr, 16.06., 22:30: Raising Arizona (1987), OmU
Sa, 17.06., 22:45: Miller's Crossing (1990), OmU
Do, 22.06., 20:30: Raising Arizona
Fr, 23.06., 22:30: Barton Fink (1991), OmU
Sa, 24.06., 18:00: The Hudsucker Proxy (1994), OF, 22:30: Fargo (1996), OF
Di, 27.06., 18:00: Barton Fink
Mi, 28.06., 20:30: The Hudsucker Proxy
Fr, 30.06., 20:30: Fargo
Keine schlechte Liste... Auch im Filmmuseum, in der Reihe "Was tut sich - im deutschen Film?", der Film HITLERKANTATE, in Anwesenheit der Regisseurin Jutta Brückner (von der man übrigens eine vorzügliche Kurzbiographie auf www.filmportal.de finden kann, hach, das muss schon eine begabte junge Praktikantin gewesen sein.)
Ansonsten gibts im MAL SEHN Kino eine weitere Gelegenheit, den supererfolgreichen und vieldiskutierten (oder doch nur vielgelobten?) Dokumentarfilm WE FEED THE WORLD zu sehen, vom 15. bis 18. Juni um 18 Uhr.
Auch im MAL SEHN: der einige Suspense versprechende österreichisch-deutsche Thriller/Horrorfilm HOTEL (bitte nicht verwechseln mit "HoStel"...), vom 22. bis zum 28. Juni um 20 Uhr.
Leider muss ich an dieser Stelle den Artikel beenden, um Tatort zu schauen.
Jukie - 5. Jun, 19:37
DieKäthe - 9. Jun, 08:42
Mehr Netzer
Auch wenn dieser Thread (Heißt das eigentlich beim Bloggen auch so?) gerade droht, ins Abseits…äh…ins "OffTopic" abzurutschen: Günter Netzers Selbsteinwechslung! Ja!
Zur Erklärung: Eigentlich interessiere ich mich nicht wirklich für Fußball, sondern gehöre zu der Sorte WM- und EM-Gucker, die sich zu Turnierbeginn eine Mannschaft suchen, die möglichst einen Underdog-Status hat und einem (zumindest mir) einigermaßen sympathischen Land entspringt, um dieser dann die Daumen zu drücken – egal, ob das nun gutes oder schlechtes Fußball ist. Einen "meiner" größten Erfolge feierte ich damit zur letzen EM und den jubelnden Griechen. Obwohl ich eigentlich für Schweden war. Egal.
Nochmal zu Günter Netzer: Als Fußball-Laie hielt ich Herrn Netzer bis vor einigen Tagen selbst noch für einen ziemlichen Freak mit beknackter Frisur. Durch einen "verzappten" Zufall allerdings wurde ich zum Überdenken meiner Meinung veranlasst, als meine Fernbedienung eines Abends auf die Sendung "Legenden: Günter Netzer" – Teil einer ARD-Reihe über Fußballgrößen – stieß. Sehend lernte ich, dass Günter Netzer wohl tatsächlich mal eine ziemlich coole Sau gewesen ist - mit einer existenzialistischen Künstlerfreundin, die die gemeinsame Wohnung in einem dezenten MoMA-Chic einrichtete, und mit einer gediegenen Rebellen-Attitüde. Dass seine Selbsteinwechslung bzw. das glückliche Tor in Folge ihn zur Legende gemacht haben, ist nicht nur eine Geschichte zum Schmunzeln, sondern sei ihm von meiner Seite gegönnt.
Nur das mir der Frisur…na ja. War damals auch nicht wirklich besser.
Sollte einer von euch Lesern in der glücklichen Lage sein, ARD Digital empfangen zu können, dann schaltet am 15.06. um 22:03 Uhr zur Wiederholung von "Legenden: Günter Netzer" (übrigen ein Film von Anne "Tagesthemen" Will) ein. Auch die weiteren Dokus aus der ARD-Legenden-Reihe sollen ganz grandios sein, ich allerdings konnte nur noch die über Diego Maradona sehen. Beispielsweise gibt es da aber noch Sendungen über: Rudi Völler, Uwe Seeler, Zinedine Zidane und natürlich Pélé.
Zur Erklärung: Eigentlich interessiere ich mich nicht wirklich für Fußball, sondern gehöre zu der Sorte WM- und EM-Gucker, die sich zu Turnierbeginn eine Mannschaft suchen, die möglichst einen Underdog-Status hat und einem (zumindest mir) einigermaßen sympathischen Land entspringt, um dieser dann die Daumen zu drücken – egal, ob das nun gutes oder schlechtes Fußball ist. Einen "meiner" größten Erfolge feierte ich damit zur letzen EM und den jubelnden Griechen. Obwohl ich eigentlich für Schweden war. Egal.
Nochmal zu Günter Netzer: Als Fußball-Laie hielt ich Herrn Netzer bis vor einigen Tagen selbst noch für einen ziemlichen Freak mit beknackter Frisur. Durch einen "verzappten" Zufall allerdings wurde ich zum Überdenken meiner Meinung veranlasst, als meine Fernbedienung eines Abends auf die Sendung "Legenden: Günter Netzer" – Teil einer ARD-Reihe über Fußballgrößen – stieß. Sehend lernte ich, dass Günter Netzer wohl tatsächlich mal eine ziemlich coole Sau gewesen ist - mit einer existenzialistischen Künstlerfreundin, die die gemeinsame Wohnung in einem dezenten MoMA-Chic einrichtete, und mit einer gediegenen Rebellen-Attitüde. Dass seine Selbsteinwechslung bzw. das glückliche Tor in Folge ihn zur Legende gemacht haben, ist nicht nur eine Geschichte zum Schmunzeln, sondern sei ihm von meiner Seite gegönnt.
Nur das mir der Frisur…na ja. War damals auch nicht wirklich besser.
Sollte einer von euch Lesern in der glücklichen Lage sein, ARD Digital empfangen zu können, dann schaltet am 15.06. um 22:03 Uhr zur Wiederholung von "Legenden: Günter Netzer" (übrigen ein Film von Anne "Tagesthemen" Will) ein. Auch die weiteren Dokus aus der ARD-Legenden-Reihe sollen ganz grandios sein, ich allerdings konnte nur noch die über Diego Maradona sehen. Beispielsweise gibt es da aber noch Sendungen über: Rudi Völler, Uwe Seeler, Zinedine Zidane und natürlich Pélé.








Netzer und Co.
Aber das beiseite. Natürlich werden wir als gewissenhafte Filmwissenschaftler versuchen, schon am Freitag den Coen-Film zu sehen. Wir werden alles aufbieten, um rechtzeitig da zu sein und mit klarem Kopf dieses Kunstwerk zu bestaunen, welches wir ja schon aus diversen Videonächten während unserer Schulzeit rezitieren können. Kurz: das wird nischt. Überhaupt werden die nächsten 4 Wochen filmkunsttechnisch sehr mager werden. Dafür aber balltechnisch sehr fett. Danach wird dann möglicherweise auch der weggefallene Filmkalender auffallen...