Donnerwetter!
Nach dem ersten Schrecken über die Ankündigung, Tom Cruise wolle den Hitler-Attentäter Claus Schenk Graf von Stauffenberg spielen, nahm man beruhigt zur Kenntnis, dass sich die Verwaltungsorgane, die für Drehgenehmigungen an den Originalschauplätzen verantwortlich sind, sich gegen die Erteilung selbiger sperren. Aus dem vornehmlichen Grund, dass man einen Scientologen als Darsteller als höchst unpassend empfindet. Peter Steinbach hat das schön ausgedrückt und sprach von dem Widerspruch, "dass man diesen Film, der durch die Deutung fast als Unternehmen der Scientologen in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird, mit der Zivilcourage eines Menschen verbindet, der sich gerade antitotalitär entscheidet und den weltanschaulichen Führungsanspruch einer Regierung ablehnt." Es ist zu bezweifeln, ob Cruise auch nur ein Wort davon versteht. Aber er erhält nun prominente Unterstützung von deutscher Seite.
Unser neuer Held des deutschen Films, dessen Auslands-Oscar für "Das Leben der Anderen" beinahe so gefeiert wurde wie der erste deutsche Tour-Sieg, nennt die ganze Angelegenheit einen "Verbotszirkus". Natürlich kann man von Florian Henckel von Donnersmarck keine kritischen Anmerkungen zu diesem Thema erwarten: die Amerikaner lieben ihn schon aufgrund seiner imposanten Statur und seines martialischen Namens. Und sie haben ihm den Oscar gegeben für einen Film, der ganz in amerikanischer Manier eines der dunkleren deutschen Themen als Wohlfühlfilm inszeniert. Es ist ein anderes Thema, darüber zu sprechen, dass "Das Leben der Anderen" zwar ein netter, aber keineswegs überragender oder preiswürdiger Film ist. Donnersmarck äußert sich zu dem Gerangel um den Bendlerblock jedenfalls wie folgt: "Waren uns Stauffenberg und Konsorten nach dem Krieg noch undeutsche Vaterlandsverräter, so ist uns heute selbst der größte Star der Siegernation nicht gut genug, unseren Übermenschen Stauffenberg zu spielen, wenn dieser Star in seinen persönlichen Überzeugungen nicht ganz auf dem gegenwärtigen Kurs Deutschlands liegt." Dieser Spruch ist so idiotisch, dass es eigentlich keiner weiteren Kommentierung bedarf. Höchstens einer Erklärung. Hat Donnersmarck seine amerikanischen Gönner derart ins Herz geschlossen, dass er den Sinn für die Realität verloren hat und keinerlei Kritik in deren Richtung vertragen kann? Oder ist er vielleicht selber Mitglied dieser verbrecherischen Vereinigung? Ratlos, Advocaat.
Unser neuer Held des deutschen Films, dessen Auslands-Oscar für "Das Leben der Anderen" beinahe so gefeiert wurde wie der erste deutsche Tour-Sieg, nennt die ganze Angelegenheit einen "Verbotszirkus". Natürlich kann man von Florian Henckel von Donnersmarck keine kritischen Anmerkungen zu diesem Thema erwarten: die Amerikaner lieben ihn schon aufgrund seiner imposanten Statur und seines martialischen Namens. Und sie haben ihm den Oscar gegeben für einen Film, der ganz in amerikanischer Manier eines der dunkleren deutschen Themen als Wohlfühlfilm inszeniert. Es ist ein anderes Thema, darüber zu sprechen, dass "Das Leben der Anderen" zwar ein netter, aber keineswegs überragender oder preiswürdiger Film ist. Donnersmarck äußert sich zu dem Gerangel um den Bendlerblock jedenfalls wie folgt: "Waren uns Stauffenberg und Konsorten nach dem Krieg noch undeutsche Vaterlandsverräter, so ist uns heute selbst der größte Star der Siegernation nicht gut genug, unseren Übermenschen Stauffenberg zu spielen, wenn dieser Star in seinen persönlichen Überzeugungen nicht ganz auf dem gegenwärtigen Kurs Deutschlands liegt." Dieser Spruch ist so idiotisch, dass es eigentlich keiner weiteren Kommentierung bedarf. Höchstens einer Erklärung. Hat Donnersmarck seine amerikanischen Gönner derart ins Herz geschlossen, dass er den Sinn für die Realität verloren hat und keinerlei Kritik in deren Richtung vertragen kann? Oder ist er vielleicht selber Mitglied dieser verbrecherischen Vereinigung? Ratlos, Advocaat.
Advocaat - 6. Jul, 10:24







